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Spatenstich für neue Atemschutzwerkstatt mit Übungsstrecke

Markt Schwarzenfeld

Jetzt geht es endlich los: In Schwarzenfeld ist am 22. Mai 2025 der Spatenstich für den Neubau der Atemschutzwerkstatt samt Übungsstrecke erfolgt.

Bereits im Juli 2015 fasste der Marktgemeinderat Schwarzenfeld den Grundsatzbeschluss für den Neubau einer neuen Atemschutzwerkstatt mit Übungsstrecke, die die 40 Jahre alte Anlage auf dem Bauhofgelände ersetzen sollte. „Doch dann kam es zu einer Litanei von Stationen“, erinnert Bürgermeister Peter Neumeier beim Spatenstich. Dreh- und Angelpunkt war die Finanzierung Projektes. Der Gemeinderat fasste zunächst einen Mietkauf ins Auge, verwarf dieses Modell aber und entschloss sich für eine Eigenfinanzierung. Das Gebäude wird im Gewerbegebiet West in der Hertzstraße errichtet. Die Kosten teilen sich nun der Landkreis Schwandorf (rund 1,3 Millionen Euro), der Freistaat Bayern (rund 300.000 Euro) und der Markt Schwarzenfeld. Wenn die Feuerwehren die zentrale Einrichtung für Übungszwecke nutzen, müssen sie dafür bezahlen. „Die Ausgaben müssen sich im Laufe der Zeit amortisieren“, bittet Neumeier um Verständnis. Die Gebühren werden daher steigen. "Bei uns ist der ideale Standort, allein schon wegen der guten Erreichbarkeit aus allen Ecken des Landkreises.”, so Neumeier weiter. Die Werkstatt ist für alle Feuerwehren im Landkreis wichtig. Hier werden die Atemschutzgeräte gewartet und geprüft. Auch die Übungsstrecke, die die Feuerwehren regelmäßig nutzen, gehört dazu – in Feuerwehrkreisen auch „Folterkammer“ genannt. Das alte Gebäude war in die Jahre gekommen. Eine Sanierung wäre nicht wirtschaftlich gewesen. „Das ist eine echte Investition in die Sicherheit“, sagte Landrat Thomas Ebeling. Er sprach von einer „perfekten Ergänzung“ zum benachbarten Brandübungscontainer, der schon im vergangenen Jahr in Betrieb ging. Auch Kreisbrandrat Christian Demleitner zeigte sich erleichtert: „Der Atemschutz gewinnt bei den Feuerwehren immer mehr an Bedeutung. Wir freuen uns, dass es nun endlich losgeht.“ Klar ist: Die Ausbildung muss passen – dafür brauche es gute Bedingungen. Architekt Hermann Hösl aus Nabburg rechnet mit rund eineinhalb Jahren Bauzeit. Das Gebäude wird zwei Stockwerke haben und etwa 15 mal 23 Meter groß sein. Im Erdgeschoss kommen Werkstatt und Prüfstellen unter, oben Schulungsräume und die neue Übungsstrecke. „Wir sind auf einem guten Weg“, so Hösl. Der symbolische Spatenstich ist gesetzt – jetzt kann gebaut werden. 

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